Übernachtungs U18 Fahrt Hoffenheim

Es ist soweit, die Bundesligasaison geht demnächst wieder los. Endlich wieder Fußball, endlich wieder Wolfsburg Auswärts.

Auch für uns vom Fanprojekt geht die Saison somit wieder los und damit auch unser U18 Fahrtangebot.Plakat Hoffenheim

Die Eröffnung der U18 Fahrt Saison stellt dieses Jahr das Auswärtsspiel in Hoffenheim dar. Gleich zu Beginn das Highlight einer Übernachtungsfahrt erleben.

Wir fahren am Freitag den 12.09.2014 gegen Mittag hier am Fanprojekt los und werden gegen ca. 18 Uhr unsere Jugendherberge in Hoffenheim erreichen. Dort haben wir einen entspannten Abend mit Grillen geplant.

Am Samstag den 13.09.2014 werden wir vormittags, in Kooperation mit dem Fanprojekt Hoffenheim, ein Fußballkick zwischen Hoffenheimer und Wolfsburger jugendlichen durchführen. Am Nachmittag schauen wir uns die Bundesligapartie des VfL Wolfsburg bei der TSG 1899 Hoffenheim an. Anschließend reisen wir zurück nach Wolfsburg, welches wir ca. 1 Uhr erreichen werden.

Wir kümmern uns um die Tickets, die Übernachtung, die Trikots und um die An. und Abreise. Solltet Ihr eine Schulbefreiung für den Freitag benötigen, könnt Ihr euch an uns wenden.

Die ganze Fahrt kostet euch 40 €.

Jahresbericht Saison 2013/2014

Pünktlich zum Stadionfest 2014 veröffentlicht das Fanprojekt Wolfsburg seinen Jahresbericht für die Saison 2013/2014.

In diesem Bericht blicken wir auf unsere Arbeit in der vergangenen Spielzeit zurück und geben euch die Möglichkeit einen Einblick zu gewinnen. Den Bericht könnt Ihr, zum Stadionfest an unserem Fanprojektstand oder zu unseren Öffnungszeiten in unserer Eirichtung, in gebundener Form erhalten.

Wer nicht bis zum Stadionfest warten möchte oder auch nicht die Möglichkeit hat beim Fest zu erscheinen, der kann sich den Bericht schonmal vorab hier online ansehen.

 

Jahresbericht Saison 2013/2014 FP_ws

Fanprojekt Wolfsburg: Wir schauen hin!… und sehen mehr als nur ein Fußballspiel

Gemeinsam gegen Rechtsextremismus im Fußball

Die Fußball-Weltmeisterschaft zeigt es gerade wieder: Fußball bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion zusammen. Für das Fanprojekt Wolfsburg geht es aber um mehr, sagt Mitarbeiterin Anke Thies: „Wir schauen weniger auf das Spielfeld, sondern versuchen stets das Ganze im Blick zu haben. Wir erleben gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg und seinen Fans, dass Fußball Brücken schlagen kann. Wir sehen aber auch, dass Rassismus innerhalb und außerhalb der Stadien noch immer bundesweit präsent ist.“ Eine aktive Neonaziszene gebe es in Wolfsburg aber nicht.

Fußball ist ein Spiegel der Gesellschaft. Fanprojekte arbeiten von je her gegen Diskriminierung im Fußball und jedes Fanprojekt hat seine regionalen Besonderheiten. „Eine der wesentlichen Voraussetzungen, um Rassismus zu überwinden, ist, und da sind sich der VfL und die Stadt Wolfsburg einig, die ständige Bereitschaft sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich aktiv zu engagieren“ betont Gunnar Czimczik, Stadtjugendpfleger der Stadt Wolfsburg.

FP_wsDas Fanprojekt Wolfsburg schaut nicht weg und leistet gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg einen wesentlichen Teil gegen Rassismus und Diskriminierung beim Fußball. Das Fanprojekt arbeitet an gemeinsamen Schnittstellen mit der VfL Wolfsburg Fußball GmbH zusammen, beide nutzen ihre jeweiligen Netzwerke und Ressourcen.

So treten Fanbeauftragte und Fanprojekt an Partnerschulen des VfL Wolfsburg heran und sind Multiplikatoren für Schüler, aber auch bei Lehrerfortbildungen. „Gerade bei Projekttagen sind wir gern gesehen und werben für mehr Demokratie und Toleranz, sprechen uns gegen jede Art der Diskriminierung aus“, so Christian Zomack vom Fanprojekt Wolfsburg. „Wir versuchen uns bei der Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung immer und zuerst an die aktiven Fans zu richten, denn oftmals können wir das kreative Engagement der Fans nutzen um gemeinsame Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen“, so Michael Schrader, Fanbeauftragter des VfL Wolfsburg.

Darüber hinaus sprechen die beiden Netzwerkpartner auch Stadionbesucher, Aktive, Schiedsrichter, Ordner und Funktionäre an. Beispielhaft ist hierbei eine Ordnerschulung zum Thema verfassungsfeindlicher Kleidung und Symbole. Gemeinsam mit den Fanbeauftragen des VfL Wolfsburg hatte das Fanprojekt eine Schulung für Ordner organisiert die die Ordner sensibilisieren sollte, mehr auf rechtsextreme Kleidung und verfassungsfeindliche Symbole in der Volkswagen Arena zu achten. Damit wurde die Aktion „Wir schauen hin!“ fortgeführt die in Kooperation mit dem VfL Wolfsburg ins Leben gerufen wurde. „In einem nächsten Schritt wollen wir eine Broschüre herausbringen und eine nächste Ordnerschulung ist bereits in Planung“, erklärt Michael Schrader.

Vorfahrt 2Für sein Engagement in der Kampagne „Wir schauen hin!“ erhielt das Fanprojekt Ende 2013, eine vierstellige Spendensumme von der IG Metall. Das erhaltene Geld soll in weitere Projekte, zur Bekämpfung jeglicher Form von Diskriminierung, fließen und die ersten Projektplanungen hierfür laufen bereits. Auch im Rahmen der Wanderausstellung „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“, die vom 10. Juni bis zum 8. Juli in Wolfsburg stattfindet, ist das Fanprojekt gemeinsam mit den Fanbeauftragten des VfL Wolfsburg nicht nur als Gast, sondern auch als Experte vertreten. Hier wird nicht nur der Blick weiter geschärft, sondern auch Erfahrung und unser Wissen eingebracht.

Dass man den Blick nicht nur auf das Spielfeld richten soll, zeigen jedoch auch Vorfälle aus der Vergangenheit. Mit einer großen Aufklärungskampagne haben die Anhänger aus der Nordkurve 2011 darauf aufmerksam gemacht, dass eine Gruppe aus dem rechtsextremen Spektrum versucht hat, beim Fußball Fuß zu fassen. „Damals“, so Anke Thies vom Fanprojekt Wolfsburg, „hatten Mitglieder der ´Bürgerinitiative für Zivilcourage´ Anstecker und Aufkleber in der Nordkurve verteilt.“ Auf Plakaten und Handzetteln hieß es: „Bei dieser Organisation handelt es sich nicht, wie der Name suggeriert, um eine Initiative, die für Toleranz und Zivilcourage wirbt, sondern um eine Gruppe aus dem rechtsextremem Spektrum,…“ VfL-Fans bei einem Heimspiel gegen Bochum verteilten die Handzettel und hängten die Plakate auf. Auflage: 6050 Stück.

Auch heute macht Christoph Heise von den Weekend Brothers, Ultras Wolfsburg deutlich, dass die Kurve Grün-Weiß ist und auch bleiben soll. Die Ultras aus Wolfsburg würden laut Heise immer wieder eine solche Aktion durchführen, damit Extremisten jeglicher Form in Wolfsburg nicht den Fußball als Plattform missbrauchen und versuchen, Leute zu akquirieren.

Bundesweit gibt es Versuche der Rechten, im Fußball Fuß zu fassen. Wie man sieht, hat die Wolfsburger Fanszene aber damals schnell reagiert. „Solche Versuche sollen auch künftig ausbleiben“, sagt Anke Thies. Das Fanprojekt unterstützt gerne Fans bei der Selbstorganisation von Kampagnen gegen Diskriminierung und steht selbstverständlich auch als Ansprechpartner und in beratender Funktion gerne zur Verfügung.

Das Engagement des Fanprojekts wird auch an anderen Stellen sichtbar: Ein besonderes Highlight war beispielsweise die Wanderausstellung „Tatort Station“. Die Ausstellung zum Thema „Diskriminierung im Fußball“ wurde gemeinsam von einer Arbeitsgruppe aus Jugendlichen der aktiven Fanszene begleitet und durch ein Rahmenprogram ergänzt, welches sich ebenfalls Antidiskriminierungsproblematiken im Fußball widmete.

In der Saison 2012/2013 wurde das Fanprojekt zudem von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Hannover im Rahmen eines Netzwerktreffens gegen Rechts als Referent zum Thema: „Rechtsaußen oder auf dem rechten Weg? Sport, Gewalt und Rechtsextremismus“ eingeladen und macht so deutlich, das hier Experten arbeiten, die sich durchaus der Chancen und Risiken des Fußballes bewusst sind.

„Fußball bietet so viele positive Chancen“, so Christian Radatus vom Fanprojekt Wolfsburg, „so wollen wir in der neuen Saison auch Groundhopping anbieten. Es soll darum gehen, Spiele in möglichst vielen verschiedenen Stadien zu besuchen. Groundhopping baut Brücken zwischen Ländern und Menschen, baut Vorurteile ab und ermöglicht Freundschaften. Genau das erscheint uns wichtig und besonders hier können wir auch mit erfahrenen Groundhoppern aus der aktiven Fanszene zusammenarbeiten und den Jugendlichen ein besonderes Erlebnis und nicht zuletzt einen Lernfaktor ermöglichen. Bereits im Vorfeld können wir somit präventiv tätig werden und uns „stark“ gegen Rassismus machen. Denn oftmals ist es die Ohnmacht und die Unsicherheit, die Menschen hindert, Zivilcourage zeigen zu können“, so Christian Radatus abschließend.

WOBFIFACUP Sieger

Am Samstag, den 21.06.2014, fand der WOBFIFACUP´14, das Fifa 14 Turnier auf der Playstation 4, im Nordkurvensaal des Fanprojekts Wolfsburg statt.

Das im Rahmen der Jugendförderung, durch die Jugendeinrichtungen aus Westhagen, Detmerode, Vorsfelde, dem Fanprojekt und dem Hallenbad, veranstaltete Turnier war ein voller Erfolg.

FWC2Neun zweier Teams, zusammengesetzt aus jungen Menschen im Alter von 15 bis 27 Jahren, spielten in spannenden und vorallem fairen Spielen, den inoffiziellen FIFA14 Meister Wolfsburgs aus.
Nach vier Stunden trohnte Lokomotive Grobmotorik ungeschlagen an der Tabellenspitze und gewann somit verdienter Maßen den Pokal, sowie Eintrittskarten für ein Spiel des VfL Wolfsburg. Knapp dahinter teilten sich die Teams Real Skills CF und FBZ1 mit den Grobmotorikern das Podium.

Das Turnier bereitete allen Teilnehmern sehr viel Freude und insbesondere das Ligasystem, welches als Austragungsart gewählt wurde, kam sehr gut an. In Zukunft wird es weitere solche Aktionen der Jugendförderung geben. Die Gewinnermannschaft Lokomotive Grobmotorik sicherte bereits zu den Pokal auch beim nächsten Mal wieder verteidigen zu wollen.